Mount Cook Nationalpark

Lake Pukaki mit Mount Cook

15. März 2009

Wir haben uns den Wecker zum Sonnenaufgang gestellt und Mount Cook begrüßt uns in strahlendem Pink über einem unglaublich blauen See. Es ist einfach unbeschreiblich schön!

Nachdem wir ihn gestern aus der Ferne bewundert haben, machen wir uns nun auf den Weg Mount Cook aus der Nähe zu bewundern. Nach einer schönen Fahrt am Lake Pukaki entlang, gelangen wir in das kleine Dörfchen Mount Cook. Dort wollen wir uns erst mal etwas zum Frühstück machen und anschließend ein bisschen wandern gehen.

Nachdem wir also gefrühstückt haben (was bestimmt nicht länger als eine halbe Stunde gedauert hat), dreht Jens den Schlüssel im Zündschloss: nichts! Das Auto macht keinen Mucks. Hmmmm, was ist da wohl los. Nach kurzer Untersuchung der Lage steht fest: da hat wohl einer das Licht nicht ausgemacht und die Batterie ist leer. 

Ich rufe also beim neuseeländischen ADAC an und die meinen, dass es in diesem Fall $85 kostet und sie gerne jemanden schicken können. Neee, warte mal, vielen Dank, wir sehen, ob wir eine andere Lösung finden. Wir finden ziemlich schnell jemanden, der uns bald Hilfe schicken will. Dieser kommt auch in Gestalt des DoC und die wollen $20 fürs Starten. Naja, das geht ja noch. Sie erzählen uns übrigens, dass sie es auch sind, die der ADAC in solchen Fällen ruft und dafür aber $85 berechnet.

Kea Point

Irgendwie kommt dann noch ein älterer Herr vorbei, der Chef des hiesigen DoC und hilft uns ebenfalls. Nach dem ersten Starthilfeversuch geht nämlich nichts. Das Auto ist weiterhin tot. Irgendwann kommen wir darauf, dass wir die falsche Batterie versuchen zu starten. Das ist unsere Zweitbatterie für den Kühlschrank und Licht, etc. Die andere sitzt darunter. Unter Funkensprühen (ich dachte schon, der alte Mann elektrisiert sich selbst oder fetzt die Batterie) reisst er die obere Batterie raus und wir können die richtige anschließen. Und siehe da, es funktioniert. Er stopft das Ding irgendwie wieder rein und das einzige, was danach den Geist aufgegeben hat, ist die D-Anzeige unserer Automatikschaltung. Na, damit können wir leben. 

Nach so viel Aufregung geht es nun aber endlich zu unserem kleinen Spaziergang zum Kea Point. Es geht steil bergauf durch wunderbare Moränenlandschaften. Der Kea Point selbst bietet einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Gipfel (einige Dreitausender) und auf den schneebedeckten Mount Cook selbst.

Wir sind überrascht, dass die Berge so hoch sein sollen, irgendwie wirken sie gar nicht so. Keas (fluglose Bergpapageien, die total frech sein sollen) sehen wir leider nicht, aber es ist trotzdem herrlich hier.
 Wir sind fast an der Westküste und überqueren anschließend das Land, um zur Ostküste zu gelangen. Das dauert nicht länger als drei Stunden (inklusive Pause) und wir sind begeistert, wie nah hier doch alles beieinander ist im Vergleich zu Australien. 

(Autor: Daniela)